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Sympathektomie


Bei Patienten mit schweren Formen einer palmaren Hyperhidrose (der Hände) kann eine Durchtrennung des Sympathikus (Teil des autonomen Nervensystems, s. o.) überlegt werden. Bei ca. 90 Prozent der Betroffenen kann damit eine subjektive Besserung erreicht werden.

Allerdings kommt es neben den Operationsrisiken (Wundinfektion, Pneumothorax, bleibendes neurologisches Defizit, Interkostalneuralgie) einige Monate nach dem Eingriff bei einem Teil der Operierten zu einer kompensatorischen Hyperhidrose unterschiedlicher Ausprägung. Dies bedeutet, dass die Handflächen zwar trocken bleiben, aber große Teile des Stamms und der Beine eine meist ausgeprägte Hyperhidrose aufweisen.

Bei axillären Hyperhidrosen (der Achseln) kann durch eine Sympathektomie nur bei ca. 50 Prozent der Operierten eine Besserung der Hyperhidrose erreicht werden, sodass dieses Verfahren bei einer isolierten axillären Hyperhidrose nicht zu empfehlen ist.

Entfernung des schweißdrüsentragenden Hautareals


Bei axillären Hyperhidrosen kann auch eine Entfernung des schweißdrüsentragenden Areals in der Achsel vorgenommen werden. Neben den üblichen Operationsrisiken kann es zu schmerzhafter Narbenbildung und nach einigen Jahren zu einem Wiederauftreten der Hyperhidrose durch Wiedereinwachsen von Nerven (Reinnervation) kommen.