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Ursachen einer Hyperhidrose


Man unterscheidet primäre von sekundären Hyperhidrosen.

Bei den primären oder idiopathischen Hyperhidrosen kann keine bestimmte Ursache für die vermehrte Schweißproduktion gefunden werden. In diese Gruppe gehören auch die meisten fokalen Hyperhidrosen, die Handflächen, Fußsohlen und Achseln betreffen. Bei diesen Formen nimmt man an, dass das Schweißzentrum im Hypothalamus sensibler auf verschiedene Reize reagiert und dadurch schon frühzeitig - ohne thermoregulatorischer Notwendigkeit - zum Schwitzen anregt.
Weiters gibt es eine Reihe von internistischen und neurologischen Erkrankungen, bei denen die Hyperhidrose ein wichtiges Symptom darstellen kann. Manchmal stellt die Hyperhidrose für den Patienten das erste merkbare Symptom einer Erkrankung dar. In diesen Fällen spricht man von einer sekundären Hyperhidrose.

Folgende Auslöser können eine sekundäre Hyperhidrose nach sich ziehen:

  • Adipositas, Infektionen, bösartige Neubildungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes mellitus, andere endokrinologische Ursachen
  • Erkrankungen, die das Schweißzentrum im Gehirn oder Teile des autonomen Nervensystems reizen oder verletzen (z. B. Verletzungen des Schädels und des Rückenmarks)
  • Andere Auslöser:
    Medikamente (Psychopharmaka, manche Beta-Blocker); Hitze; Nahrungsmittel (Kaffee, Gewürze, Schokolade) und Gerüche können vereinzelt in bestimmten Körperregionen vermehrtes Schwitzen auslösen ("gustatorisches Geschmacksschwitzen")