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Blepharospasmus:


Der Blepharospasmus (Lidkrampf) ist gekennzeichnet durch unwillkürliche Verkrampfungen der Musculi orbicularis oculi, der Ringmuskeln, die für den Augenschluss zuständig sind. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein: Beim klassischen Blepharospasmus kommt es zu rasch aufeinanderfolgenden Muskelzuckungen mit kräftigem Lidschluss. Beim tonischen Blepharospasmus kommt es durch langdauerndes Zusammenziehen der Muskel zu anhaltender Lidspaltenverengung. Beim Levatorinhibitionstyp besteht gar kein offensichtlicher Lidkrampf, sondern vielmehr eine Hemmung der Lidöffnung, d.h. die Patienten haben Schwierigkeiten, die Augen zu öffnen. In der Folge kann es bei allen 3 Formen zu beträchtlichen Sehbehinderungen kommen. Die Beschwerden schwanken im Verlauf, die meisten Patienten berichten von einer Verschlimmerung bei grellem Licht, Luftzug, beim Lesen, Autofahren und auch in Belastungssituationen. Häufig sind nicht nur die Augen, sondern weitere Muskeln im Bereich der Gesichts- und Kieferregion mitbetroffen, dann spricht man vom „Meige-Syndrom“.
Als Therapie der 1. Wahl gilt die Injektion von BT. Die Injektionen werden dabei an mehreren Stellen um die Augen herum vorgenommen. Liegt ein Lidkrampf vom Levatorinhibitionstyp vor, erfolgen die Injektionen direkt an Ober- und Unterlidern. Die häufigste Nebenwirkung ist die Entstehung einer Ptose, d.h. einer Lidheberschwäche. Des Weiteren kann es zu kleinen Blutergüssen, zum Auftreten von Doppelbildern, trockenen Augen oder verstärktem Tränenfluss kommen. Alle eventuell auftretenden Nebenwirkungen halten Tage bis wenige Wochen an und verschwinden danach von selbst.