Über die ÖDBAG | Kontakt | Impressum

Zervikale Dystonie:


Die zervikale Dystonie ist die häufigste fokale Dystonie. Sie ist charakterisiert durch unwillkürliche Verkrampfungen der Hals- und Nackenmuskulatur, die den Kopf zur Seite drehen (Torticollis), zur Seite kippen (Laterocollis), nach vorwärts (Anterocollis) oder nach rückwärts (Retrokollis) ziehen. Meist liegen Mischformen vor. Neben den Verkrampfungen der Hals- und Nackenmuskulatur treten oft auch ein Wackeln oder Zittern des Kopfes sowie ein Schulterhochstand auf. Viele Patienten mit zervikaler Dystonie leiden zusätzlich unter Schmerzen im Hals/Nackenbereich.
Therapie der Wahl ist die Injektion von BT in jene Muskeln, die eine dystone Hyperaktivität aufweisen. Diese Behandlung führt in den allermeisten Fällen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden, inclusive der Schmerzen. Die häufigsten wichtigen Nebenwirkungen sind eine Kopfhalteschwäche sowie Schluckstörungen. Auch hier gilt, dass Nebenwirkungen Tage bis wenige Wochen lang anhalten und danach von selbst verschwinden. Eine durch Schluckstörungen bedingte vorübergehende stationäre Aufnahme zwecks Sondenernährung ist nur sehr selten notwendig.