Über die ÖDBAG | Kontakt | Impressum

5. Therapeutischer Einsatz von BT


In den letzten Jahren ist der therapeutische Einsatz von BT zur klinischen Routine geworden. Eine Vielzahl von Erkrankungen lässt sich mit BT günstig beeinflussen, wobei es sich stets um den sehr gezielten, lokalen Einsatz kleinster Mengen von BT (Typ A oder B) handelt. Lokaler Einsatz bedeutet, dass das Toxin in ein eng umschriebenes Areal injiziert wird (z.B. in bestimmte Muskeln). Die Liste der Anwendungsgebiete – die sich laufend erweitert – umfasst fokale Dystonien, fokale Spastik, den Hemifacialen Spasmus, Hyperhidrose (übermäßige Schweißproduktion), chronischen Spannungskopfschmerz, bis hin zur Faltenglättung (siehe Tabelle). Bei manchen Erkrankungen ist die Verabreichung von BT heute die Therapie der Wahl (z.B. Blepharospasmus, zervikale Dystonie), in anderen Fällen wird sie noch diskutiert.


Gegenwärtige Anwendungsgebiete des BT


Fokale Dystonie

  • Blepharospasmus
  • Oromandibuläre Dystonie
  • Zervikale Dystonie
  • Spasmodische Dysphonie
  • Aktionsspezifische Dystonie (Schreibkrampf, Musikerkrampf ...)
  • Andere fokale/segmentale Dystonien


Andere Bewegungsstörungen

  • Hemifazialer Spasmus
  • Essentieller Tremor
  • Gaumensegeltremor
  • Tics

 


Spastik

  • Infantile Cerebralparese
  • Fokale Spastik nach Schlaganfall, nach Traumata, bei Multipler Sklerose


Primäre Schmerzsyndrome

  • Chronischer Spannungskopfschmerz
  • Myofasziales Syndrom
  • Zervikogener Kopfschmerz


Andere (Beispiele)

  • Bruxismus
  • Achalasie
  • Detrusor-sphincter-dyssynergie
  • Anismus
  • Vaginismus
  • Hyperlakrimation
  • Sialorrhoe
  • Hyperhidrose
  • Gustatorisches Schwitzen
  • Analfissur
  • Kosmetik (Falten)
  • Tennisellbogen